MSR Access 2 im Test

Marktoberdorf, 22. September 2017 von Johanna

Das Access ist ein leichtes Allroundzelt, was besonders bei winterlichen Verhältnissen punktet. Durch den geringen Netzanteil bleibt es im Zelt auch bei niedrigen Temperaturen warm. Das stabile Gestänge sorgt für hohen Bruchwiderstand bei Kälte und durch die Stützfunktion im mittleren Bereich hält das Zelt Schneeablagerungen stand. Das beste – es ist trotzdem erstaunlich leicht mit 1,8 Kg.

Auch mit Steinen lässt sich das MSR Zelt Access 2 super abspannen

Auch mit Steinen lässt sich das MSR Zelt Access 2 super abspannen

Wir haben das Zelt im Ötztal, Pitztal und in Peru bis 5400 Meter getestet. Die zwei größten Pluspunkte sind definitiv das Gewicht und das Packmaß. Durch die praktische Tasche, die im Lieferumfang enthalten ist, lässt sich das Zelt blitzschnell aus- und einpacken und dann auch noch ganz leicht komprimieren. Auch das hat uns sehr gut gefallen. Der Aufbau erfolgt in wenigen Minuten und ist nicht weiters kompliziert. Nur wie man das Überzelt befestigt, war uns bis zum Schluss nicht klar. Dazu mussten wir immer das untere Zelt aus dem Gestänge entfernen, das Problem hatten wir beim Freelite auch schon. Das könnte man sicher einfacher lösen. weiterlesen: “MSR Access 2 im Test”

Pizza, Granit und Metallica

Marktoberdorf, 16. Juni 2017 von Johanna

Ist es auf die Nordseite des Bergells aus dem Allgäu schon weit, so kann man für die Südseite noch einmal fast zwei Stunden Fahrt drauflegen. Und egal ob über Maloja oder Berninapass, es zieht sich und die Kurven scheinen kein Ende zu nehmen.

Bekannt ist die Südseite bei uns vor allem durch das Val die Mello, ein Seitental des Val Masino. Aufgrund der geringen Höhenlage und der hauptsächlich südseitigen Ausrichtung kann hier schon sehr früh im Jahr geklettert werden, oft auch im Winter. Diese Tatsache war allerdings auch der Grund warum wir höhere Gefilde ins Auge gefasst haben. Bei über 30 Grad im Tal ist an den Südwänden dort nur wenig zu holen…

Grundsätzlich hätte es auf die Nordseite gehen sollen, Badile Nordkante, Piodakante, usw. Doch die aktuellen Verhältnisse waren dort noch sehr winterlich wodurch die Idee entstand den bei uns eher unbekannten Süden zu besuchen. Dazu versprachen die noch nicht geöffneten Hütten eine gewisse Ruhe und problemloses Biwakieren. weiterlesen: “Pizza, Granit und Metallica”

Hike & Fly in Nepal

Marktoberdorf, 19. Mai 2017 von Johanna

Wenn bei uns das Wetter zu kalt und unbeständig ist, man aber nicht aufs Gleitschirmfliegen verzichten will, muss man auf die andere Seite Erdkugel ausweichen. Nach kurzer Besprechung aller möglichen Reiseziele haben wir uns schnell mit unseren Freunden auf Nepal geeignet..

Nachdem wir die stickigen, quirligen und leider auch sehr dreckigen Städte Kathmandu und Pokhara hinter uns gelassen hatten, ging es für uns zur einzigen in Nepal existierenden Flugschule: Babu Adventure Paragliding in Sirkot. Traumhaft auf 1.650 Meter gelegen waren wir sofort positiv von der Qualität der Ausrüstung, der Professionalität der Mitarbeiter sowie Fluglehrer und deren Herzlichkeit überrascht. In Sachen Ausbildung von Flugschülern können hier sogar deutsche und österreichische Flugschulen noch etwas lernen. weiterlesen: “Hike & Fly in Nepal”

Firmenbesichtigung bei Camp in Italien

Marktoberdorf, 12. Mai 2017 von Johanna

Mmhh

Letztes Wochenende war unser Christian bei Camp zur Firmenbesichtigung in Premana, einem kleinen Dorf auf über 1000 Meter oberhalb des Comer Sees. Seit 1889 befindet sich der Familienbetrieb in diesem Dorf. Durch die Infrastruktur und die damit entstehenden Probleme stellt sich die Frage, warum eine Firma an diesem Standort festhält. Es geht um Verantwortung, viele kleine Familienbetriebe sind mittlerweile in die Produktion mit integriert. Auch würden bei einem Umzug viele Fachkräfte verloren gehen, die teilweise in zweiter und dritter Generation bei Camp arbeiten.

Treffpunkt war am Samstag Abend in der sehr netten Unterkunft „Albergo Alpino“, diese liegt in dem kleinen Örtchen Casargo ca. 7 km entfernt von Premana.
Wir waren eine kleine Gruppe von deutschen Händlern, gemischt aus dem Sport und Safety (Industrie) Bereich. Bei einem reichlichen und sehr leckeren italienischen Abendessen mit einem der Firmeninhaber lernten wir uns alle ein wenig kennen und tauschten Erfahrungen aus. Anschließend gab es noch die Materialausgabe für den am nächsten Tag geplanten Klettersteig „Gamma I“. weiterlesen: “Firmenbesichtigung bei Camp in Italien”

Neue Norm für Klettersteigsets

Marktoberdorf, 4. Mai 2017 von Johanna

Klug gelöst: das neue Set ist bei Edelrid im Gurt versteckt

Von immer größerer Beliebtheit ist das Klettersteiggehen. Gerade deshalb, weil es keinen Partner braucht, eine gute Absicherung verspricht und in jeder Schwierigkeit „geklettert“ werden kann. Für die Absicherung haben sich seit Jahren die Klettersteigsets etabliert, welche aber durch viele Rückrufaktionen für Unsicherheiten gesorgt haben. Daher wurde schon letztes Jahr über eine Norm diskutiert, die Hersteller haben bereits auf der letzten Outdoor-Messe ihre neuen Sets vorgestellt und nun ist es soweit: die neue Norm ist in Kraft getreten. Was sich geändert hat und worauf man achten sollte, haben wir nachstehend zusammengefasst weiterlesen: “Neue Norm für Klettersteigsets”

Tourenbericht Chamonix

Marktoberdorf, 3. Mai 2017 von Johanna

Vor einigen Wochen war es uns für vier Tage noch zu weit, nun aber sollte es endlich Richtung Chamonix gehen. Mindestens fünf Tage bestes Wetter wurden uns versprochen, außerdem soll das Wetter daheim ziemlich grausig werden. Also weshalb noch überlegen.

Blöd, wenn der Gurt ganz unten ist

Ziel war nicht „die“ Tour an „der“ Wand, sondern sich einfach einmal den Argentierekessel etwas genauer anzusehen. Eine fehlende, exakte Tourenauswahl war im Nachhinein nicht ganz ideal, ebenso wieder mit Zelt als Selbstversorger unterwegs zu sein. Obwohl eigentlich beim Packen schon klar wurde, dass es auch Nachteile hat sein Bier, statt es für 8 Euro zu kaufen, mit dem Rucksack hoch zu tragen. Der Deuter Grafity Expedition lässt sich zwar wunderbar mit all den schönen und notwendigen Dingen füllen, jedoch stößt das Tragesystem ab 25kg merklich an seine Grenzen… der Träger meist jedoch deutlich früher. weiterlesen: “Tourenbericht Chamonix”

Testbericht Mountain Equipment Helium 600

Marktoberdorf, 1. Mai 2017 von Johanna

p1200496Der Helium 600 von Mountain Equipment zählt mit seinen 1070 g  zu den Leichtgewichten. Der Komfortbereich ist mit -1° Grad angegeben.

Beim Schlafsack ist eine Aufbewahrungshülle dabei, die sich gut händeln lässt. Der eigentliche Packsack ist allerdings nicht so praktisch, da man den Schlafsack so nicht komprimieren kann und somit das Packmaß für das Gewicht relativ groß ist.

Getestet wurde der Schlafsack in der Schweiz im August auf ca. 1500 Meter Höhe mit Zelt. Nachdem es immer klare Nächte waren, war es sehr kühl; Welche Temperaturen es aber genau hatte, weiß ich nicht.  In einer Nacht hat es mich gefroren, sonst war es immer schön warm. Überzeugt hat mich das Händling – der Reißverschluss funktioniert super und verklemmt sich nicht, was mich bei anderen Herstellern teilweise ein Problem war. Auch der Wärmekragen lässt sich gut bedienen und zuziehen. Optisch gefällt er mir persönlich auch sehr gut und die dunkle Farbe ist bei Schmutz unempfindlich. weiterlesen: “Testbericht Mountain Equipment Helium 600”