Das Petzl Quark im Test

Marktoberdorf, 4. April 2017 von Johanna

Eigentlich braucht dieses Gerät keinen Test, da es auf dem Markt weit verbreitet ist. Aber – zu Recht?

Getestet habe ich es in reinem Eis in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die Verhältnisse waren unterschiedlich, mal spröde, mal butterweich…

Das praktische Loch für die einfache Bedienung zum Ein- und Aushängen am Eisklipper

Was mich am meisten begeistert hat, ist die das präzise Schlagverhalten und die extrem scharfe Haue (im Neuzustand versteht sich). So macht das Klettern auch bei Betoneis noch Spaß :-). Ebenso gut gefallen hat mir der Fingersporn, den man je nach Handgröße einfach verstellen kann. Auch die Ösen oben am Gerät sind super, um es am Eisklipper zu befestigen. Das geht problemlos mit einer Hand, was sehr vorteilhaft ist (gerade bei wechselndem Gelände)!

Die unteren Ösen sind etwas klein geraten und wenn man eine Expresschlinge einhängen möchte, geht das nicht mit jeder und es ist oft ein Gepfrimel. Für Leashes sind die Löcher ausreichend groß, wenn man jedoch keine verwendet, sondern ab und zu eine Exe einhängen möchte, sind sie zu klein. weiterlesen: “Das Petzl Quark im Test”

Tourenbericht Hintere Schwärze Nordwand

Marktoberdorf, 1. April 2017 von Johanna

Unser Lager unterhalb der Kaunergrathütte, im Hintergrund die Watzespitze.

Eigentlich stand Chamonix auf dem Plan, nachdem wir aber nur vier Tage Zeit hatten und die Lawinenlage in den Westalpen nach wie vor angespannt war, entschieden wir uns dagegen. Letztendlich wussten wir bis zum Schluss nicht, wo es hingehen soll, die Wettervorhersage hätte kaum besser sein können und wir wollten die vier Tage möglichst gut nützen. So sind wir dann erst einmal Richtung Pitztal gefahren und hielten uns zwei Tage an der Kaunergrathütte auf. Der ursprüngliche Plan war u.a. die Watzespitze über den Eisweg, was aber aufgrund von einem Serac für uns nicht in Frage kam (da hatten wir im Juni 2015 einen großen Schutzengel: http://www.tageszeitung.it/2015/06/04/lawinenunglueck-in-pfitsch/). Nach so einem Erlebnis braucht man das nicht noch einmal und so entschieden wir uns dagegen. Deshalb ging es „nur“ auf den Schwabenkopf, was aber ein ebenso schöner und wenig begangener Gipfel ist. weiterlesen: “Tourenbericht Hintere Schwärze Nordwand”

Testbericht Yeti Tension Mummy 500

Marktoberdorf, 22. Februar 2017 von Johanna

Testbericht Yeti Tension Mummy 500

Auf Anfrage bei Yeti habe ich für diesen Herbst einen Testschlafsack erhalten. Getestet habe ich den Yeti Tension Mummy 500 an einem Herbstwochenende auf knapp 2.000 m bei ca. +4 Grad. Da kein Niederschlag zu erwarten war, sind wir ohne Zelt aufgebrochen und haben nur ein Tarp mitgenommen.photo_25-09-2016_19_41_541

Schon beim Einpacken in den Kompressionspacksack die erste Überraschung: das Packmaß ist super für einen Schlafsack mit +3 Grad Komforttemperatur.  Das Außenmaterial fühlt sich sehr angenehm und hochwertig an. Das Gefühl wurde dann beim Hineinschlüpfen später am Abend bestätigt. Der leichte Schlafsack fühlt sich äußerst angenehm auf der Haut an und es dauerte auch nur wenige Augenblicke bis es richtig warm wurde. Getestet habe ich übrigens mit Boxershort und kurzem T-Shirt. Dass der Schlafsack keinen Wärmekragen besitzt hat mich bei diesen Temperaturen nicht gestört. Auch der Reisverschluss hat mich aufgrund seiner Leichtgängigkeit überzeugt. Es gab kein lästiges Hängenbleiben im Material. weiterlesen: “Testbericht Yeti Tension Mummy 500”

Testbericht Trekkingrucksack Lowe Alpine Manaslu 55

Marktoberdorf, 8. November 2016 von Johanna

Ausstattung

Der Manaslu 55 hat unzählige Taschen, Befestigungs- und Verstaumöglichkeiten: Angefangen von zwei Deckeltaschen, zwei Taschen an den Hüftflossen (diese sind sehr geräumig), ein großes Hauptfach mit einem herausnehmbaren Bodenfach, zwei Seitentaschen, ein Netzaußenfach, ein umlaufender RV, ein verstellbares Rückensystem bis hin zur Regenhülle und der Stockhalterung. Hier fehlt es also an nichts. Die Bedienung der genannten Fächer ist optimal, nur die Kordelverschluss ist etwas Old-School und nicht unbedingt zeitgemäß. Seinen Zwecke erfüllt er aber genauso. Der Kompressionsriemen an der Seite ist leider so kurz, dass man z.B. keine Matte oder etwas ähnliches befestigen könnte. Was sich als sehr praktisch erwiesen hat, war der Reißverschluss, der an der Vorderseite verläuft, um in das Hauptfach zu gelangen. So muss man nicht immer von oben anfangen zu gruschteln.

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der etwas zu enge Kompressionsriemen

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der umlaufende Reißverschluss für schnellen Zugriff

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die praktische Netzaußentasche

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umfangreiche Ausstattung

weiterlesen: “Testbericht Trekkingrucksack Lowe Alpine Manaslu 55”

Testbericht Vaude-Zelt Ferret UL 2P

Marktoberdorf, 3. November 2016 von Johanna

Der erste Eindruck war sehr positiv: mit nur 1,9 kg punktet das 2 Personen Zelt gleich zu Beginn. Ebenso das Packmaß ist relativ klein und im Rucksack gut zu verstauen.

Aufbau

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Schnell aufgebaut

Aufgebaut ist es in wenigen Minuten, praktisch ist allerdings, wenn man zu zweit ist. Ein kleiner Nachteil von Tunnelzelten generell: man muss sie zwangsweise abspannen, sonst stehen sie nicht. Auch der Platz für das Zelt sollte fix sein, sonst muss man es erst wieder abbauen, um es woanders hinstellen zu können. Hier braucht man also immer einen weichen Untergrund. Die Abspannmöglichkeiten sind aber bis ins kleinste Details durchdacht und auch die Heringe sind trotz des geringen Gewichts super zu bedienen. weiterlesen: “Testbericht Vaude-Zelt Ferret UL 2P”

Produktberatung Schneeschuhe

Marktoberdorf, 18. Oktober 2016 von Johanna

Mittlerweile ist das Angebot riesig und man steht vor einer großen Auswahl an Schneeschuhen. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengestellt:

Einsatz

Das ist die erste Frage,  die man sich stellen sollte. Wie oft kommen die Schneeschuhe zum Einsatz und in welchem Gelände? Denn wenn man nur im flacherem Gelände ohne großen Steigungen unterwegs ist, braucht man nicht zwingend das High-End Modell. Diese haben meist viele Zacken, damit man im vereisten und steilem Gelände genügend Halt findet. Zudem haben sie meist Steighilfen, die einem das bergauf laufen deutlich erleichtern. Es gilt also: je steiler und eisiger das Gelände, desto besser sollte die Ausstattung der Schneeschuhe sein!

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Alurahmen

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Kunststoffrahmen

Material

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Schneeschuhen: zum einen gibt es den  Alurahmen und zum anderen das Kunststoffmaterial. Beides hat und Vor- und Nachteile. Der Alurahmen ist stabiler, rollt aber bei flacherem Gelände nicht so gut ab. Das ist der große Vorteil von einem Kunststoffrahmen: sie rollen auch bei geraden Strecken gut ab und werden mittlerweile auch mehr gekauft. weiterlesen: “Produktberatung Schneeschuhe”

Tourenbericht Rädlergrat

Marktoberdorf, 12. September 2016 von Johanna
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Der beeindruckende Grat

Ein so beeindruckender Grat, einer der ganz großen Klassiker im Allgäu. Da muss man irgendwann einmal hoch. Irgendwann. Aber warum eigentlich nicht jetzt? Nachdem wir die letzten Wochen schon den ein oder anderen Klassiker „abgearbeitet“ haben, stand der Rädlergrat noch auf der Liste. Nur hat man vor diesem auch großen Respekt – und das mit gutem Recht! Wir haben uns alle Infos eingeholt, die Berichte gelesen und Topos angeschaut. All zu viele Begehungen gibt es ja nicht.

Dann ging es am Freitag, 09.09. in Oberstdorf los und wir fuhren mit dem Rad ins Oytal bis zu dem Abzweig, wo es Richtung Grat geht. Schon nach wenigen Minuten stellte sich heraus, dass das steile, nasse Gras gar nicht so angenehm ist. Aber hilft ja nix – wir kämpften uns durch, bald wurde es aber für kurze Zeit wieder flacher. Anschließend kam ein felsdurchsetzter Grasaufschwung, der wiederum sehr steil war. Eine letzte Querung, bevor es in die Scharte ging, wo wir unsere Gurte und das Seil anlegten. weiterlesen: “Tourenbericht Rädlergrat”