Das Petzl Quark im Test

   
Marktoberdorf, 4. April 2017

Eigentlich braucht dieses Gerät keinen Test, da es auf dem Markt weit verbreitet ist. Aber – zu Recht?

Getestet habe ich es in reinem Eis in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die Verhältnisse waren unterschiedlich, mal spröde, mal butterweich…

Das praktische Loch für die einfache Bedienung zum Ein- und Aushängen am Eisklipper

Was mich am meisten begeistert hat, ist die das präzise Schlagverhalten und die extrem scharfe Haue (im Neuzustand versteht sich). So macht das Klettern auch bei Betoneis noch Spaß :-). Ebenso gut gefallen hat mir der Fingersporn, den man je nach Handgröße einfach verstellen kann. Auch die Ösen oben am Gerät sind super, um es am Eisklipper zu befestigen. Das geht problemlos mit einer Hand, was sehr vorteilhaft ist (gerade bei wechselndem Gelände)!

Die unteren Ösen sind etwas klein geraten und wenn man eine Expresschlinge einhängen möchte, geht das nicht mit jeder und es ist oft ein Gepfrimel. Für Leashes sind die Löcher ausreichend groß, wenn man jedoch keine verwendet, sondern ab und zu eine Exe einhängen möchte, sind sie zu klein.

Der Fingersporn, der sich schnell verstellen lässt

Als Stützpickel ist das Quark dank dem gering geneigten Schaft super geeignet, auch die Spitzen sind so angeordnet, dass sie bei hartem Schnee gut greifen. Als Pickelersatz dient das Gerät ebenso und weist eine höhere Stabilität auf. Das Gewicht im Vergleich zu einem Pickel ist jetzt natürlich nicht unbedingt ein Leichtgewicht.

In steilerem Eis (ab WI5) fand ich das Quark nicht mehr so optimal. Da machen Eisgeräte mit gekrümmterem Schaft mehr Sinn. Hier gehen die Meinungen natürlich auseinander und theoretisch kann man mit fast jedem Gerät jeden Schwierigkeitsgrad klettern. Ich persönlich tue mir aber leichter, wenn der Schaft stärker gekrümmt ist in steilerem Gelände. Das gilt auch für den Fels oder das Drytoolen.

Die etwas zu kleine Öse für viele Karabiner/Exen

Über die Haue und den Hammer kann ich wenig sagen, da ich sie nicht benutzt hab. Allerdings machen sie einen guten Eindruck. Auch das Gewicht von 550 g ist im Vergleich zu anderen Herstellern doch recht leicht.

Ich selber hab den Schaft noch mit Griptape überzogen, was bei kalten Bedingungen immer Sinn macht. Sonst kleben einem die Handschuhe am Gerät regelrecht fest.

Fazit

Ein klasse Allroundgerät, was sich in (fast) jedem Terrain wohl fühlt. Nur wenn es steiler und schwerer wird, gibt es bessere Lösungen. Da ich das Gerät nur ein paar Wochen getestet habe, gibt es keine Langzeiterfahrungen.

Hier geht’s direkt zum Gerät

 

Autor: Johanna

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