vom Fachhändler mit Fachgeschäft      ab 50€ versandkostenfrei (DE)      30-Tage Rücksenderecht      schnelle Lieferung

Hike & Fly in Nepal

Begleitung-auf-dem-Weg-zur-Strasse-300x225[1]Wenn bei uns das Wetter zu kalt und unbeständig ist, man aber nicht aufs Gleitschirmfliegen verzichten will, muss man auf die andere Seite Erdkugel ausweichen. Nach kurzer Besprechung aller möglichen Reiseziele haben wir uns schnell mit unseren Freunden auf Nepal geeignet.

Nachdem wir die stickigen, quirligen und leider auch sehr dreckigen Städte Kathmandu und Pokhara hinter uns gelassen hatten, ging es für uns zur einzigen in Nepal existierenden Flugschule: Babu Adventure Paragliding in Sirkot. Traumhaft auf 1.650 Meter gelegen waren wir sofort positiv von der Qualität der Ausrüstung, der Professionalität der Mitarbeiter sowie Fluglehrer und deren Herzlichkeit überrascht. In Sachen Ausbildung von Flugschülern können hier sogar deutsche und österreichische Flugschulen noch etwas lernen.

Unser-Ausgangscamp-768x576-m250xm250Die nächsten beiden Wochen waren einfach nur sensationell. Mit unserem eigenen Gleitschirmguide, eigenem 4x4 SUV inklusive Fahrer und voll bepackt mit Zelten sowie Ausrüstung und Verpflegung ging es jeden mit dem Gleitschirm soweit die Thermik und unsere Flugkünste uns getragen haben. Ständige Begleiter in der Luft waren unfassbar große Geier und Adler, die uns aber immer sehr zuverlässig neue Thermikquellen zeigen konnten. Schon im Landeanflug wurden wir regelmäßig von kreischenden Kindern und Dorfbewohnern erstaunt empfangen. Dies war sehr hilfreich für die Kommunikation mit unserem nepalesischen Fahrer, um uns den Weg zurück zur Straße oder zum nächsten kleinen Restaurant zu zeigen. Es war auch keine Seltenheit direkt von den Dorfbewohnern in ihr Heim eingeladen zu werden. Dabei haben wir gelernt, wie unglaublich lecker die nepalesische Küche sein kann und wie interessiert, aufgeschlossen und vor allem gastfreundlich Nepalesen anderen Nationen gegenüber sind. Welcher Deutsche würde dich schon zu einem Essen und selbstgebrautem Wein einladen, nachdem man bei ihm im Garten gelandet ist? Nach der Landung ging es dann teilweise mit unserem SUV und teilweise zu Fuß auf den nächsten Berg. Schlaf-und-gleichtzeitig-Startplatz-768x576-m250xm250Hier wurde dann das Lager für die Nacht aufgebaut und ein Startplatz für den nächsten Tag gesucht. Nach der Nacht am Lagerfeuer und im Zelt starteten wir morgens nach dem Frühstück und der Flugplanbesprechung in die zuverlässige Thermik. Natürlich wurden wir auch am Startplatz von den angrenzenden Dorfbewohnern bestaunt und bejubelt!

Unser landschaftliches Highlight war dann noch ein Ausflug in die Ausläufer des Himalayas, genauer gesagt in das Annapurna Massiv. Nach 1.600 hm Zustieg und zwischenzeitlichem Camp auf 2.950 Meter konnten wir am Fuße des Machapuchare (6.997 m; auch Fishtail genannt) auf knapp 3.300 Meter mit unseren Gleitschirmen starten und mit atemberaubenden Panorama einen ganz besonderen Streckenflug genießen.

Insgesamt hat unsere Nepalreise all unsere Erwartungen übertroffen. Am Ende war uns allen bewusst, dass neben der wunderbaren Landschaft, es vor allem die Menschen waren, die unseren Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben!

Philipp von outdoortrends