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Österreichs größtes und härtestes Tourenskirennen – die Mountain Attack

1-Bild-vor-dem-Start-169x300[1]Die Vorbereitungen

Nachdem sich der Winter bis jetzt nicht so richtig zeigen wollte, fielen die Trainingseinheiten eher mager aus. Jetzt ist der Schnee zwar da, aber das Rennen stand ja schon vor der Tür. Also mussten die kurzen Einheiten wohl ausreichen, um die 3000 Höhenmeter möglichst schnell zu bewältigen.

Via Facebook hatte ich gleich zwei Startplätze für die Mountain Attack gewonnen. Sogar eine Übernachtung in einem 5 Sterne-Hotel war mit dabei. Also ging es am Freitag um 8 Uhr los. Um 12 Uhr erreichten wir Saalbach und holten uns erst einmal unsere Starterpakete. Wir fuhren nun nach Hinterglemm und checkten im Palace-Hotel ein, gleich im Anschluss gab es noch ein Fototermin mit dem Geschäftsführer von Sportaktiv. Jetzt aber schnell wieder zurück nach Saalbach, schließlich ist schon bald der Start.

Das Rennen

Nun stieg die Aufregung doch allmählich an. Nur noch eine Stunde bis zum Start und das Wetter zeigt sich nicht gerade von der besten Seite: kalt, nass und stürmisch. Aber hilft ja nichts, da müssen jetzt alle durch. So langsam gehen wir in den Startblock und finden zwischen den vielen Athleten im hinteren Teil ein nettes Plätzchen. Der Puls steigt an, je näher der Start rückt. Gefühlt war er bei 200. Jetzt geht’s endlich los, der Startschuss ist gefallen. Zuerst ging es durch den Ort Saalbach mit Ski in der Hand. Nun möglichst schnell in die Bindung und los gehts.

3-Bild-Aufstieg-Schattberg-300x200[1]Der erste Aufstieg auf den Schattberg war sehr steil, deswegen habe ich gleich von Anfang an die Harscheisen montiert. Trotz der eisigen Temperaturen (-11 Grad) und des unangenehmen Winds (bis zu 50km/h) ist die Stimmung am Gipfel des Schattbergs grandios. Die erste Abfahrt war dann sehr spannend, da man höchstens 20 Meter weit gesehen hat, dazu kam noch dichter Schneefall und Dunkelheit. Der nächste Aufstieg auf den Zwölferkogel war ähnlich steil, ich fühlte mich aber immer noch ganz gut. Bei der zweiten Abfahrt war die Sicht etwas besser, dafür die Piste deutlich steiler und eisiger. Jetzt nur nicht stürzen. Mit gutem Gefühl machte ich zum letzten Mal die Felle auf die Ski und dachte mir, die letzten 800 hm gehen jetzt auch noch. Das taten sie auch, aber es wurde immer mühsamer, ich hatte bis jetzt nichts gegessen und (zu) wenig getrunken. Das wurde mir zum Verhängnis. Von Minute zu Minute fühlte ich mich schlechter, langsam überholten mich immer mehr und ich hoffte nur noch: Wann ist das endlich vorbei? Mein Körper fühlte sich an wie Blei. Nach einer gefühlten Ewigkeit sah ich die Labestation, was mir große Hoffnung machte, dass es von dort an nur noch bergab ging. Falsch gedacht. Man sagte mir, es kommt nun eine Fellabfahrt und dann nochmal 70 hm hoch. Gut, wenigsten ein Ende in Sicht. Die letzte Abfahrt ging dann gut, die Piste war beleuchtet und es hat endlich aufgehört zu schneien. Völlig erschöpft, aber überglücklich kam ich nach 4:47 Stunden im Ziel an. Trotz der harten Bedingungen und den Mühen am Ende hat dieses Rennen wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Johanna von outdoortrends