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Tourenbericht Rädlergrat

DSC2964-199x300[1]Ein so beeindruckender Grat, einer der ganz großen Klassiker im Allgäu. Da muss man irgendwann einmal hoch. Irgendwann. Aber warum eigentlich nicht jetzt? Nachdem wir die letzten Wochen schon den ein oder anderen Klassiker "abgearbeitet" haben, stand der Rädlergrat noch auf der Liste. Nur hat man vor diesem auch großen Respekt - und das mit gutem Recht! Wir haben uns alle Infos eingeholt, die Berichte gelesen und Topos angeschaut. All zu viele Begehungen gibt es ja nicht.

Dann ging es am Freitag, 09.09. in Oberstdorf los und wir fuhren mit dem Rad ins Oytal bis zu dem Abzweig, wo es Richtung Grat geht. Schon nach wenigen Minuten stellte sich heraus, dass das steile, nasse Gras gar nicht so angenehm ist. Aber hilft ja nix - wir kämpften uns durch, bald wurde es aber für kurze Zeit wieder flacher. Anschließend kam ein felsdurchsetzter Grasaufschwung, der wiederum sehr steil war. Eine letzte Querung, bevor es in die Scharte ging, wo wir unsere Gurte und das Seil anlegten.

IMG_0255-300x200[1]Ab hier geht es in 12 Seillängen bis zum Gipfel des Himmelhorns. Anfangs im 3. und 4. Grat, zum Schluss kommt noch eine heikle, steile 6er Länge. Die Sicherungen sind spärlich, es stecken teilweise keine Zwischensicherungen und die Stände sind auch nicht besonders vertrauenserweckend - es sind eben alles alte Schlaghaken. Teilweise kann man die Stände mit Friends verbessern. Der Fels ist oft brüchig und viele Stellen sind extrem ausgesetzt. Somit bleibt es bis zum Schluss spannend.

Am Himmelhorn ankommend, ist die Tour noch nicht vorbei. Es geht weiter über einen schmalen Grat, bevor man nochmal einen Steilaufschwung hinauf muss. Dieser weist eine kurze, heikle Kletterpassage vor. Dann aber geht es endlich ganz enspannt in flachem Gelände weiter bis zum Schneck Hauptgipfel.

Nach einer kurzen Brotzeit und mit vielen Eindrücken geht es nun zur Käseralpe und mit dem Rad wieder zurück nach Oberstdorf.