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Handhabung von selbstaufblasbaren Thermoisomatten und Luftmatratzen

2015_sommerferien_beratung_isomatten[1]Inhalt:

Allgemeines zu Schlafmatten

Im Folgenden sprechen wir von Isomatten und Thermoluftmatratzen, welche es heute in einer sehr großen Vielfalt gibt. Neben den klassischen, selbstaufblasbaren Thermomatten bieten viele Hersteller heute zusätzlich Luftmatratzen mit geringem Gewicht und kleinem Packmaß an. Egal ob Mumienform zum Platz- und Gewichtsparen, Komfortmatten mit mehr als 10 cm Dicke und in Rechteckform, besonders isolierende Matten mit Daune gefüllt, extra kurze Matten welche besonders von Bikern und Radlern geliebt werden da nochmal Gewicht gespart wird oder eine Mischung aus allem. Den Möglichkeiten sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Vorbei die Zeiten wo eine schwere und unhandliche Gummiluftmatratze mitgeschleppt werden musste. Aber auch die gibt es vereinzelt noch ;-) Einen Vorteil hatten die Matten von einst zu den neuen, leichten Matten: sie waren unempfindlicher gegenüber Einflüssen von außen. Aber gut, alles hat seine Vor- und Nachteile.

  • mattenblog_selfinflating-300x115[1]Selbstaufblasbare Isomattenmatten

    Diese heißen so, da sie auf Grund ihres Materialaufbaus in der Lage sind, sich bis zu einem gewissen Grad selbst mit Luft zu füllen. Einfach und kurz ausgedrückt: im Inneren der Matte befindet sich in der Regel ein Schaumstoffkern, welcher nach dem Öffnen des Ventils in seine Ursprungsform zurück möchte und sich ausdehnt. Dabei saugt dieser die Luft durch das geöffnete Ventil in die Matte hinein.

  • mattenblog_Luma-300x135[1]Luftmatratzen

    Luftmatratzen blasen sich in der Regel nicht selber auf, wenn doch sind es besondere Kreationen und damit nicht unbedingt klein und leicht. Zum Aufblasen empfiehlt es sich, aus verschiedenen Gründen, eine entsprechende Pumpe oder besondere Pumpsäcke zu verwenden. Dazu aber später mehr.

Kontrolle der Schlafunterlage

Halten Sie Ihre Schlafmatte das erste Mal in den Händen, gilt es sich mit dieser vertraut zu machen. Lieber zu Hause einmal alles testen, als dann während der Tour oder dem Campingurlaub mit einer Matte ohne Luft zwischen sich und dem Boden zu liegen. Dazu packen Sie die Matte bitte aus und prüfen ob alles im Lieferumfang enthalten ist was in der entsprechenden Produkt-Beschreibung zu finden ist. Insbesondere sollte man auf Material- und Verarbeitungsfehler achten, welche über die gesetzlich geregelte Gewährleistung abgedeckt sind und sich von der entsprechenden Dauer her immer auf den Zeitpunkt des Kaufs ausrichtet. Nach der Sichtprüfung erfolgt in der Regel die Dichtigkeitsprüfung. Zwar prüfen alle Mattenhersteller die Matten nach der Produktion ebenfalls, doch heute werden Isomatten nicht mehr gerade um die Ecke produziert, so dass der Weg zu Ihnen schon einmal lang sein kann. Wie prüft man die Matte auf Dichtigkeit? Richtig, durch aufblasen bzw. Luft einlassen:

Aufblassen der Iso- und Luftmatte

Grundsätzlich sollte man sich bewusst machen, dass hochwertige Produkte in gewisser Weise auch ein wenig empfindlich sind, wenn sie nicht dem Bestimmungszweck entsprechend eingesetzt werden. Dazu gehört zum Beispiel bei einer aufblasbaren Schlafunterlage die Verwendung auf einem rauen, steinigen bzw. stechendem (z. B. trockenes und hartes Gras) Untergrund. Achten Sie daher bitte darauf, dass der Untergrund frei von mattenblog_pumpe-300x208[1]Gegenständen ist, welche das Mattenmaterial beschädigen kann. Selbst kleinste Steine können ein kleines Loch in die Matte drücken und diese somit undicht machen. Möchte man mit der Matte Biwakieren oder ist der Untergrund nicht wirklich ohne spitze Gegenstände, empfehlen wir eine dünnere Matte aus EVA Schaum (gibt es ab einigen mm Dicke). Diese sorgt dann für zusätzlichen Schutz.

Luftmatratzen und Isomatten sollen nach Möglichkeit niemals mit dem Mund aufgeblasen werden. Nutzen Sie dazu bitte immer eine entsprechende Pumpe oder einen Pumpsack. Dies erhöht die Lebensdauer Ihrer Matte deutlich. Hintergrund ist, dass sich in der Atemluft eine extrem hohe Luftfeuchte befindet. Fast unabhängig von der Außenluft hat die Atemluft eines Menschen in der Regel eine Temperatur von ca. 35°C und eine relative Luftfeuchte von ca. 95%. Da Matten im Normalfall absolut Luftdicht sind, um sie entsprechend nutzen zu können, bleibt demnach auch diese in der Atemluft enthaltene Feuchtigkeit in der Matte und kann nur sehr schlecht entweichen. Im Laufe der Zeit sammelt sich da dann so einiges an und besonders beim Lagern der Matten kann entsprechend Schimmel im Inneren entstehen. Dem kann man entsprechend entgegenwirken wenn man entsprechende Zubehörprodukte zum aufblasen verwendet oder das Aufblasen mit der Atemluft nur im Notfall macht und die Matte hinterher richtig lagert.

Nach dem Sie den Untergrund abgesucht bzw. kontrolliert haben und die Pumpe bzw. Pumpsack bereit gelegt haben, breiten Sie die Matte bitte entsprechende komplett aus und gehen wie folgt vor:

  • Selbstaufblasbare Isomatten

    mattenblog_pumpsack-258x300[1]Öffnen Sie das entsprechende Einlassventil und schließen Sie das Auslassventil (sofern es für das Einlassen und Ablassen unterschiedliche gibt). Anschließend beginnt die Matte sich mit Luft zu füllen. Gerade komplett neue und damit erstmalig im Gebrauch genommene Matten brauchen eine ganze Weile um sich mit Luft zu füllen. Hintergrund ist, dass der verwendete Schaum sich erstmals richtig ausbreiten muss um seine komplette Größe zu erreichen. Beim weiteren Einsatz geht dieser Prozess dann schneller vonstatten. Gerade dicke Matten füllen sich nicht immer vollständig mit Luft, besonders dann wenn ein robustes und damit schweres Außenmaterial verwendet wird. Wünscht man sich etwas mehr so muss man zusätzlich Luft in die Matte blasen. Mit dem Mund nur in Ausnahmefällen, bitte verwenden Sie hierzu entsprechende Zubehörartikel.

  • Nicht sich selbstaufblasende Matten

    Bei Luftmatratzen gibt es wieder verschiedene Modelle und damit unterschiedliche Möglichkeiten die Matte mit Luft zu füllen. Manche Produkte haben eine integrierte Pumpe (zum Beispiel einige von EXPED), andere haben einen Pumpsack dabei (siehe jeweils bei der Produktbeschreibung) und bei anderen muss dies als Zubehör erworben werden. Oft gibt es bei den Matten ein oder mehrere Einlassventile und entsprechend auch Auslassventile (oder 2-stufig in einem wie bei Seat o Summit). Günstige Matten haben in der Regel ein einfaches Ventil ohne besondere Funktion, durch das die Luft in beide Richtungen gelassen werden kann und nach dem Aufblasen schnell geschlossen werden muss. Auch bei den Luftmatratzen muss auf einen glatten Untergrund geachtet und die Luft nicht mit dem Mund in die Matte geblasen werden.

Luftablassen aus der Schlaf-Matte

mattenblog_ventil1-300x248[1]Einige Mattenmodelle haben ein spezielles Rückschlagventil, damit beim Ablassen keine neue Luft in die Matte gelangen und sie somit auf das kleinste Packmaß komprimiert werden kann. Bei Matten mit einem Schaumkern öffnen Sie das entsprechende Ventil und drücken die Luft grob hinaus, im ersten Step so viel wie möglich. Dies können Sie erreichen in dem Sie sich auf die Matte legen oder diese, wenn die Matte es zulässt, entsprechend grob falten. Anschließend das Ventil (sofern kein Rückschlagventil vorhanden) schließen und die Matte entsprechend dem Packmaß für die Komprimierung vorbereiten. Anschließend das Ventil wieder öffnen und die restliche Luft hinauspressen. So gehen Sie vor bis die komplette Luft aus der Matte entwichen ist und sie verpackt werden kann.

Bei Luftmatratzen geht es etwas einfacher, hier muss in der Regel nur das Ablassventil geöffnet werden und schon kann die Luft entweichen. Sollte dies nicht ausreichen, so kann die restliche Luft beim Zusammenpacken ebenfalls hinaus gepresst werden.

Lagerung der Matte

Matten mit Schaumkern, Kunstfaserfüllung oder gar Daunenfüllung sollten, so wie auch Schlafsäcke, nicht im komprimierten Zustand gelagert werden. Am besten ist es, man öffnet die Ventile und legt die Matte unter das Bett. Dadurch kann zum einen Feuchtigkeit aus dem Inneren nach und nach entweichen und zum anderen wird das Füllmaterial nicht die ganze Zeit über gepresst. Hierdurch würden auf lange Sicht die Materialien drunter leiden. Alternativ kann die Matte auch im Schrank etc. gelagert werden. Wenn Sie ein altes Betttuch haben decken Sie sie damit ab, so bleibt Sie zusätzlich bis zur nächsten Tour vor Staub geschützt. Matten ohne Füllung können auch im verpackten Zustand aufbewahrt werden, hier aber auch vorher die Matte auslüften lassen damit Feuchtigkeit nicht mit eingeschlossen wird.

Reinigung der Isomatte

mattenblog_cover-300x84[1]Um auch lange und gerne auf der eigenen Matte schlafen zu wollen, empfiehlt sich die Verwendung eines Mattenüberzugs. Diese Mat Cover schützen vor Verunreinigungen und manche auch von unten vor Wasser. Zudem sorgen einige Modelle durch eine Beschichtung dafür, dass man in der Nacht nicht samt Isomatte unbeabsichtigt auf Wanderschaft geht. Ist die Matte dennoch einmal ein wenig verdreckt reicht im Normalfall warmes Wasser, bei etwas hartnäckigerem Schmutz hilft auch spezielles Reinigungsmittel für Ausrüstungsgegenstände (Gear Cleaner) oder die Zugabe von einfachem, rückstandsfreiem Waschmittel.

Hilfe, meine Matte verliert (gefühlt) Luft

mattenblog_repair-186x300[1]Das kann verschiedene Gründe haben. Die beiden häufigsten sind der Physik zuzuordnen. Ein klassischer Fall ist, dass man die Matte tagsüber aufbläst, diese dann ins Zelt legt in dem es schön warm ist und sie sich somit prall gefüllt gibt. Wenn die Temperaturen nun sinken, was insbesondere nachts oft der Fall ist, zieht Luft sich zusammen und man könnte meinen, die Matte verliert Luft. Dem muss nicht so sein. Beobachtet man dieses Phänomen sollte man im ersten Test einen Ort suchen an dem über einen längeren Zeitraum konstante Temperaturen herrschen. Hier die Matte normal aufblasen und liegen lassen. Ist nach einigen Stunden der Zustand der Matte noch gleich, so ist es auf die fallenden Temperaturen zurück zu führen. Verliert sie auch hier Luft, so kann entweder ein Loch in der Matte oder das Ventil nicht richtig geschlossen oder defekt sein. Ein defektes Ventil kann man heute austauschen und ist, sofern es in der Gewährleistungsfrist auftritt, über diese abgedeckt. Kunden die bei uns ihre Matte gekauft haben wenden sich einfach an uns und wir finden gemeinsam eine Lösung. Bei einem Loch sieht die Sache etwas anders aus. Im Grunde genommen kann man dies mit einem Fahrradschlauch vergleichen. Beide (Schlauch und Matten) sind mit Luft gefüllt und nicht dazu gedacht, einen Dornen, Nagel, Ast, Stein, etc. in das Material zu drücken. Fahre ich mit dem Fahrrad über einen solchen Gegenstand bekommt der Schlauch ein Loch und muss geflickt werden. Nicht anders verhält es sich mit Isomatten und Luftmatratzen. Die Gewährleistung deckt Material und Verarbeitungsfehler ab, nicht jedoch Beschädigungen durch fremde Gegenstände. Somit sollte man, wie bei einer Fahrradtour auch, immer entsprechendes Reparaturzeug dabei haben. Dieses variiert je nach Hersteller und kann als Zubehör erworben werden. Gerne können wir die Matte in einem solchen Fall auch vom Hersteller für Sie reparieren lassen, was aber nicht selten mit hohen Kosten verbunden ist. Anders sieht es aus wenn es sich um einen Materialfehler handelt. Dann schauen wir uns dies gerne an.

Sie haben Fragen? Sprechen wir darüber. Wir sind jederzeit gerne auch persönlich bei uns vor Ort in Marktoberdorf im Allgäu für Sie da!