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Produktberatung Kletterseile

Einfachseil

Ein Einfachseil, wie schon der Name sagt, wird immer als Einfachstrang verwendet. Auch hier gibt es mittlerweile unzählige Modelle, die sich in Länge, Durchmesser, Fangstoß, Gewicht und Imprägnierung unterscheiden. Je höher der Mantelanteil (Verhältnis zwischen Seilmantel und -kern), desto langlebiger das Seil. Des weiteren sollte man darauf achten, dass man die richtige Länge wählt. Ein zu kurzes Seil kann lebensgefährlich sein. Für das Hallen- und Sportklettern sollte man sich stets vorher über das entsprechende Gebiet bzw. Halle informieren, damit man weiß, welche Seillänge benötigt wird. Für Einsteiger ist es wichtig, kein zu dünnes Seil zu wählen, da es leichter durch die Sicherungsgeräte läuft und somit können im schlimmsten Fall Stürze nicht gehalten werden. Daher macht ein Seil mit 9,8 Millimeter Durchmesser und einem Mantelanteil von mehr als 45 Prozent Sinn. Für fortgeschrittene Kletterer, die die Sicherungstechniken perfekt beherrschen, empfiehlt sich ein Durchmesser von 9,3 bis 10 mm.

Einsatz: Sportklettern, Hallenklettern, Eisklettern, Hochtouren

Halbseil

Ein Seil, dass sehr flexibel ist. Für Touren mit mehreren Seillängen der perfekte Begleiter, da man auch zwei Nachsteiger mit je einem Strang separat sichern kann. Auch auf Gletschertouren reicht ein Seil aus. Nur im Vorstieg benötigt der Kletterer immer zwei Seile, dort kann aber die Halbseiltechnik angewandt werden (beide Seilstränge werden dabei wechselseitig durch die Zwischensicherungen geführt). Aber Vorsicht: nur erfahrene Kletterer sollten diese Technik anwenden! Ein weiterer Vorteil ist, dass man beim Abseilen die volle Länge hat (meist 60 oder 70 Meter). Das kann speziell bei einem Rückzug/Schlechtwettereinbruch hilfreich sein. Mittlerweile gibt es schon recht dünne Halbseile, die wiederum sehr leicht sind, allerdings muss man dann Abstriche in der Haltbarkeit machen. Hier muss man abwägen, was einem wichtiger ist. Viele Seile sind imprägniert, was natürlich den Preis nach oben treibt, aber auch Vorteile mit sich bringt: Der Schmutz wird wenig bzw. gar nicht aufgenommen und Wasser dringt nicht in das Seilinnere, was wiederum die Bedienung extrem einschränken würde (gerade, wenn es gefriert). Für Hochtouren und beim Eisklettern ist eine Imprägnierung des Seils unerlässlich.

Inzwischen gibt es sogar Seile, die alle drei Normen erfüllen: Einfachseil, Halbseil und Zwillingsseil. In dem Fall muss man aber dann bei jeder Art von Benutzung Abstriche machen. Zum Sportklettern sind solche Seile oft sehr dünn, als Halbseil und Zwillingsseil eher zu dick. Das empfiehlt sich also lediglich, wenn man nur ein Seil kaufen möchte.

Einsatz: Alpinklettern, Eisklettern, Hochtouren

Zwillingsseil

Das Zwillingsseil ist das leichteste Seil am Markt, darf aber, wie der Name schon verrät, nur als Zwilling (also immer beide Seilstränge) verwendet werden. Deshalb ist die Halbseiltechnik nicht möglich, es müssen immer beide Stränge in die Zwischensicherungen eingehängt werden. Auch im Nachstieg darf ausschließlich im Doppelstrang gesichert werden. Daher ist es nur für Mehrseillängen geeignet, wenn man eine zweier Seilschaft bildet. Bei extrem langen oder schweren Touren mit weiten Zustiegen macht es Sinn, ansonsten ist ein Halbseil vielseitiger.

Einsatz: Alpinklettern, Eisklettern

Statikseile

Diese Art von Seil wird nicht zum Klettern verwendet, da es eine sehr geringe Seildehnung hat. Dies würde zu schweren Verletzungen führen. Die Statikseile sind meist etwas dicker als Kletterseile und daher sehr robust und langlebig.

Einsatz: Arbeitssicherheit, Canyoning, Bergrettung, Fixseile