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Produktberatung Sicherungsgeräte

Wer sich heutzutage ein Sicherungsgerät kaufen möchte, steht vor einer riesigen Auswahl und das führt zu großer Verwirrung. Daher haben wir ein paar Zeilen geschrieben, um Euch einen Überblick zu verschaffen.

620079_GREN_ATC_Guide-187x300[1]Einsatz

Zuerst sollt man sich die Frage stellen, wo man das Gerät hauptsächlich einsetzt: In der Halle und zum reinen Sportklettern, für Mehrseillängen, fürs Eisklettern oder natürlich auch für alles. Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn man schon einmal mit verschiedenen Geräten gesichert hat. Falls man bereits ein Sicherungsgerät hatte, sollte man prinzipiell bei dieser Art von Gerät bleiben. Eine Umstellung erfordert viel Erfahrung und Vorsicht. Hier sollte man immer einen Kurs belegen und sich über das Gerät ausreichend schulen lassen. Ganz wichtig ist es auch, sich mit den Schwächen des Geräts auseinander zu setzen.

Dynamische Sicherungsgeräte

Dazu zählen das Tube, der klassische HMS und der Achter. Dynamisches Sichern bedeutet, dass man dem Kletterer das Seil sehr schnell ausgeben kann. Zum Vorsteigen ist dies also sehr angenehm. Sowohl für den Sichernden als auch für den Kletterer. Wenn jemand aber länger projektiert und öfter stürzt, muss man viel eigene Kraft aufwenden, um den Kletterer richtig zu sichern. Gerade wenn der Gewichtsunterschied höher ist, wird es auf Dauer unangenehm. Dennoch gibt es im alpinen Gelände kein besseres Gerät als den Tuber. Er ist leicht, handlich und man kann mit ihm alles machen: mit allen Seilarten im Vor- und Nachstieg sichern, abseilen und zwei Nachsteiger separat sichern. Der HMS und der Achter werden früher oder später aussterben, da die beiden Geräte keine Vorteile bieten und veraltet sind.

climbing-technology-click-up-kit-sicherungsset-green-ctl-2k645bslsyd-300x300[1]Halbautomaten

Hierzu gehören zum Beispiel: das Click Up von CT, das Grigri von Petzl und das Matik von Camp. Bei diesen Geräten kann man das Seil nicht ganz so schnell ausgeben, dynamisches Sichern ist nicht mehr möglich. Bei einem Sturz muss man aber keine eigene Kraft aufwenden, das Gerät blockiert von alleine. Auch wenn man beim Projektieren sichert, kann man enspannt "warten". Ebenso das Sichern eines Nachsteigers ist sehr angenehm.

Mittlerweile gibt es auch Halbautomaten, die fürs Alpinklettern ausgelegt sind. Beispielsweise das CT Alpine-Up Kit und das Mammut Smart Alpine. Mit diesen Geräten kann man ebenso abseilen (mit Blockierfunktion) und es kann in Mehrseillängen mit Halb- und Zwillingsseilen gesichert werden. Auch können zwei Nachsteiger unabhängig voneinander gesichert werden. Einziger Nachteil: Sie sind deutlich klobiger als ein Tuber und somit auch schwerer.

Fazit

Für einen reinen Anfänger, der noch nie ein Sicherungsgerät in der Hand gehabt hat, haben sich die Halbautomaten bewährt – vorausgesetzt sie werden richtig bedient! Sie bieten ein Plus an Sicherheit und sind bei richtiger Handhabung ausreichend dynamisch. Beim Kauf eines neuen Sicherungsgeräts muss man, unabhängig des Typs, immer auf den zulässigen Seildurchmesser achten. Wenn man nämlich ein zu dickes oder zu dünnes Seil verwendet, kann dies zu Einschränkungen der Bedienung und Sicherheit führen. Auch das Alter des Seils spielt eine Rolle. Je neuer das Seil, desto besser läuft es durch die Geräte. Für das alpine Klettern empfiehlt sich nach wie vor der alt bewährte Tube, er ist leicht, handlich und vielseitig einsetzbar.