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Schlafsack aufbewahren, waschen und pflegen

Einen Schlafsack besitzt man in der Regel fast sein ganzes Leben. Damit dieser auch nach Jahren noch das macht was er soll, sollte er ordentlich behandelt und darüber hinaus richtig gelagert und gepflegt werden.

Moderne Schlafsäcke bestehen aus einer Kunstfaserhülle (Polyester, Polyamid, Nylon, etc.) und besitzen eine Füllung aus Kunstfasern bzw. Daunen. In den Zwischenräumen der Füllung wird die Wärme gespeichert, so dass die Bauschkraft immer erhalten bleiben muss. Ein in sich zusammen gefallener Schlafsack kann die Wärme nicht mehr speichern und ist somit nicht mehr für den eigentlichen Zweck geeignet. Damit dies nicht passiert, sind ein paar Dinge zu beachten. Eines vorneweg: niemals chemisch reinigen lassen!

Einsatz des Schlafsacks

Bei der Benutzung kann man innere Verschmutzung vermeiden, in dem man zum Beispiel ein Inlet benutzt. Bei innerer Verschmutzung reden wir von Körperschweiß und –fetten, diese werden beim Schlafen ganz normal über die Haut abgegeben. Inlet`s gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Zu Hause ist es nicht auch nicht anders, im Normalfall hat jeder ein Bettbezug über Zudecke und Kopfkissen gezogen. Ein weiterer Vorteil vom Innenschlafsack liegt darin, dass dieser die Temperaturbereiche erhöht. Hersteller wie Cocoon zum Beispiel geben das Plus an Temperatur an. Ein Inlet lässt sich auch leichter waschen als der komplette Schlafsack, einfach mit in die normale Wäsche geben (auch hier Pflegeanleitung beachten).

Die Außenhülle kann mit einem Biwaksack vor Nässe und Verschmutzung gewahrt werden. Auch dieser erhöht den Temperaturbereich, siehe dazu auch: R-Wert bei Isomatten.

Nach der Benutzung

Wenn Sie den Schlafsack nach dem Einsatz zusammen packen, achten Sie darauf, dass dieser trocken und sauber ist. Nicht immer ist das nach der Tour gegeben, achten Sie darauf dass dieser so kurz wie möglich im komprimierten Zustand transportiert und nach Möglichkeit nicht gelagert wird.

TrekLiteplus8_3310_d1_14[1]Zum Einpacken in den Kompressionspacksack stopfen Sie diesen bitte hinein. Das Rollen und Falten von Schlafsäcken belastet diese an immer den gleichen Stellen, übt unnötigen Druck aus und die Fasern bzw. Daunen können brechen und damit nicht mehr ihre Funktion erfüllen. Auch lässt er sich hierdurch leichter in die oft kleinen Packsäcke bringen. Besitzt er eine wasserabweisende (oder –dichte) und/oder windabweisende (-dichte) Außenhülle, vor dem Verpacken die Innenseite bitte nach außen drehen – es erleichtert das Verpacken ungemein da die Luft leichter entweichen kann.

Zu Hause angekommen lassen Sie den Schlafsack so lange wie nur möglich auslüften und trocknen. Ein im Auto vergessener Schlafsack wird schnell klamm und fängt an zu riechen (in Extremfällen hat man schon Stockflecken gesichtet).

Ist er trocken und wird nicht mehr benötigt, so bewahren Sie ihn bitte im lockeren und nicht komprimierten Zustand auf. Hierdurch können sich die Fasern bzw. Daunen dauerhaft entfalten und ausdehnen und werden nicht gepresst. Die Bauschkraft bleibt erhalten und die Wärme kann beim nächsten Einsatz zuverlässig gespeichert werden. Daunenschlafsäcke haben meist einen Aufbewahrungssack im Lieferumfang, sollte er fehlen (wie bei vielen Kunstfaserschlafsäcken) bzw. abhanden gekommen sein, kann man einen entsprechend großen Mesh-Sack kaufen oder man nutzt ein altes Kopfkissen, etc. zur Aufbewahrung.

Schlafsack in der Waschmaschine waschen

Schlafsäcke sollten nach Möglichkeit nicht so oft gewaschen werden. Ab und zu ist es dennoch nötig und wenn, dann unbedingt richtig machen. Insbesondere dann, wenn die punktuelle Reinigung verschmutzter Stellen nicht mehr ausreicht.

30023[1]Wir empfehlen, sofern möglich, den Schlafsack mit der Maschine zu waschen. Bitte beachten Sie dazu die Pflegehinweise im Schlafsack selbst, eine Erläuterung der Pflegesymbole finden Sie zum Beispiel http://de.wikipedia.org/wiki/Textilpflegesymbol.

Benutzen Sie zum Waschen und Pflegen unbedingt die richtigen Mittel. Insbesondere müssen Sie auf Weichspüler verzichten. Feinwaschmittel ohne Duftzusätze, Öle und Weichspüler eigenen sich genauso wie spezielle Waschmittel für Daune (welche auch für Kunstfaserschlafsäcke genutzt werden können).

Bevor Sie den Waschvorgang in einer großen (>7kg fassenden) Trommel starten, achten Sie darauf, dass alle Reiß- und Klettverschlüsse geschlossen sind und reparieren Sie defekte Stellen.

Am besten eigenen sich Schonwaschgänge und ein doppeltes Spülen, um auch die letzten Waschmittelreste aus dem Schlafsack zu bekommen. Auf das Schleudern sollten Sie verzichten, ein kurzes Anschleudern auf niedrigster Stufe kann man machen.

Handwäsche

Die Handwäsche ist anstrengend, ein mit Wasser vollgesogener Schlafsack kann extrem schwer werden. Lassen Sie ausreichend handwarmes Wasser in die Badewanne und weichen Sie den Schlafsack ca. eine Stunde vollständig mit Wasser bedeckt und dem richtigen Waschmittel ein. Anschließend ordentlich durchwaschen (nicht wringen!) und spülen, so dass sich kein Schaum mehr bildet und das gesamte Waschmittel draußen ist.

Pflegen und Aufbereiten der Füllung

Daunen sind von Natur aus mit einem feinen Fettmantel umgeben, der sie davor schützt spröde zu werden. Kunstfasern sind oft mit Silikon umgeben, damit sich die sonst rauen Fasern nicht ineinander verhaken. Diese Schutzschichten sollten gerade bei älteren Modellen aufgefrischt werden. Dazu gibt es spezielle Daunenimprägnierung, welche gemäß den Anleitungen der Hersteller dafür genutzt werden kann.

Den Schlafsack richtig trocknen

Im nassen Zustand ist er, wie bereits geschrieben, sehr schwer. Beim Heben sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass er im Ganzen angehoben wird. Sprich nicht an einem Ende greifen und hochheben, am besten in einer großen Schüssel tragen oder komplett darunter greifen. Macht man dies nicht können die Kunstfasern sich verschieben oder das eingearbeitete Faservlies bei Daunenschlafsäcken reißen. Bitte verzichten Sie unbedingt auf das auswringen, dies kann die Füllung zerstören.

Schlafsäcke trocknen Sie (sofern möglich) im Trockner (Trommelaufnahmevermögen wieder >7 kg) auf niedrigster Stufe und lange, so dass auch Restfeuchtigkeit entweichen kann. Um das Aufbauschen zu erleichtern empfiehlt es sich, zwei bis drei (saubere) Tennisbälle mit in den Trockner zu geben. Diese sorgen dafür, dass die Füllung nicht verklumpen kann und immer schön aufgelockert wird. Vorsicht bei Trocknern mit sogenannten Hotspots (heißen Stellen im Trockner): das Schlafsack-Material ist empfindlich und diese Stellen können zu heiß sein und das Material zum Schmelzen bringen.

An der Luft trocknen geht auch, es ist aber lediglich (wenn überhaupt) bei Kunstfaserschlafsäcken zu empfehlen. Nicht hängen sondern legen! Einen Schlafsack zum trocknen niemals aufhängen sondern immer hinlegen. Standwäschetrockner eigenen sich hierzu, der reine Boden eignet sich eher nicht dazu. Trocknen Sie ihn an der Luft, so muss er regelmäßig gewendet werden um die Füllung aufzulockern. Gerade bei Daune gehört hier ein wenig Fingerspitzengefühl dazu, die sich bildenden Klumpen müssen gelöst werden und es ist nicht auszuschließen, dass einem das nicht vollständig gelingt. Bitte setzen Sie den Schlafsack auch nie über längeren Zeitraum der Sonne aus, davon bleicht er aus und das Außenmaterial altert deutlich schneller.

Wenn Sie sich die Arbeit nicht selber machen möchten oder können, geben sie Ihren Schlafsack doch zu einem Anbieter der sich darauf spezialisiert hat Schlafsäcke zu reinigen, wie zum Beispiel outdoor-service.com.

Gerne stehen wir Ihnen aber auch für Fragen persönlich vor Ort oder Telefon zur Verfügung.