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Zelten im Schnee: eine reizvolle Erfahrung!

tatonka_204_8557023366c4aceZelten im Schnee macht Spaß - mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung. Gegenden, in denen sich im Sommer auch viele andere Wanderer bewegen, sind im Winter auf einmal ganz einsam. Die Stille und die Reinheit, die von tief verschneiten Landschaften ausgehen, sind ein ganz besonderes Erlebnis.

Für Outdoor-Abenteurer, die die tolle Erfahrung des Zeltens mitten in der verschneiten Landschaft machen möchten, hat Tatonka ein paar Tipps zusammen gestellt.

Ausrüstung

DSC00580[1]Grundsätzlich können Sie ein wetterfestes Qualitätszelt, das Sie auf Sommertouren mitnehmen, auch im Winter benutzen. Ein paar speziellen Kriterien muss es allerdings gerecht werden. Das perfekte Zelt für den Winter ist groß, da man im Winter auf jeden Fall auch mehr Platz als im Sommer benötigt, es hat eine oder sogar zwei große Apsiden und zwei Eingänge, das Innenzelt hat an jeder Stelle Sitzhöhe. Es lässt sich von einer Person leicht aufbauen. Das Außenzelt reicht bis zum Boden und hat verschließbare Lüfter, damit kein Schnee hineinweht. Es gibt spezielle Heringe für den Einsatz im Schnee, doch diese sind schwer und müssen nicht unbedingt ins Gepäck. Die Zeltschnur lässt sich auch auf anderen Wegen sicher befestigen: Einfach die Zeltleinen an je einem Schneeschuh oder an mit Schnee gefüllten Plastiktüten befestigen und diese dann 10 bis 20 Zentimeter tief im Schnee vergraben. Den Schnee darüber gut fest treten. Eine warme Isomatte ist fast noch wichtiger als der warme Schlafsack, denn vom Boden kommt am meisten Kälte. Der Schlafsack sollte einen Komfort-Temperaturbereich bis -10 Grad Celsius abdecken und zusätzlich mit einem Inlett ausgestattet sein, dieses sorgt für ein paar weitere Grad Wärme. Eine Jacke oder ein Pullover und eine Hose aus wärmendem Fleece sowie Daunenschuhe sind für den Aufenthalt im Zelt außerhalb des Schlafsacks geeignet. Im Schlafsack reichen Funktionsunterwäsche und dicke Socken aus, und - wegen der frischen Temperaturen – empfiehlt sich eine Mütze. Eine Schneeschaufel gehört auf jeden Fall ins Gepäck. Diese nimmt man auch mit ins Zelt.

Wenn’s kalt wird

Natürlich ist es im Schnee kalt. Doch der Körper sollte nicht auskühlen, dann ist der Spaß vorbei. Um warm zu bleiben, hilft vor allem Bewegung. Eine Skitour, eine Schneeschuhwanderung oder eine Rodelpartie machen Laune und bringen den Kreislauf in Schwung. Ein gemütliches Lagerfeuer am Abend wärmt nicht nur die Gemüter – vorher muss das Holz auch gehackt werden – ein körperlicher Einsatz, der sich mehrfach auszahlt.

Dass man während des Lebens im Schnee nicht fasten sollte, versteht sich von selbst. Heiße Schokolade, süßen Tee und fettreiche Nahrung darf man sich getrost leisten, um dem Körper genügend Energiereserven zu liefern. Eine Thermoskanne mit warmem Tee und ein Outdoor-Kocher mit genügend Brennstoff (im Winter empfiehlt sich ein Benzin-Kocher) sollten zu jeder Grundausstattung gehören.

Der richtige Ort

Ein Platz mit festem Schnee als Untergrund bietet die richtige Grundlage, um ein Zelt im Schnee sicher aufzustellen. Unterhalb der Baumgrenze auf kleinen Lichtungen und oberhalb der Baumgrenze auf kleinen Buckeln sind solch geeignete Orte meist zu finden. Das Zelt sollte nicht in einer Senke aufgebaut werden, da die kalte Luft in der Nacht da hineinströmt. Den Zeltplatz bereiten Sie vor, indem Sie den Schnee mit Schneeschuhen an den Füßen ganz fest treten – und zwar bevor Sie den Rucksack absetzen. Dann warten Sie kurz und betreten den Zeltplatz testweise ohne Schneeschuhe: Wenn Sie nicht einsinken, können Sie nun mit dem Aufbau beginnen.

Quelle: Text Tatonka.com / Bild: OutdoorTrends (Winterbiwak auf dem Schönkahler)